Endlich geht es los. Urlaub. Heute geht es von Rodgau aus in Richtung Zeebrügge (Belgien). Dort kommen wir nach 5 Stunden Fahrt an. Die Superfast Fähre wartet schon auf uns. Glücklicherweise wenig Wind und damit eine ruhige See, also keine Übelkeit...
Tagebuch
Nach einem Frühstück an Bord gehen wir ein bisschen an Deck. Schottland! Langsam fährt die Fähre in den Fjord von Edinburgh ein. Wir kommen um 11:30 (UK Zeit) in Rosyth an. Mit dem Auto geht die Fahrt von Rosyth nach Kennacraig (Abfahrtsort der Islay Fähre). Nach kurzem Einkaufsstop und einer kleinen Mittagspause gibt es kurz vor Kennacraig noch eine Schrecksekunde: Ein Auto hat sich kurz vorher überschlagen, Straßensperre. In sehr pragmatischer Art wird das Auto aber zur Seite geschoben und wir können weiter.
Um 16:45 Uhr sind wir pünktlich in Kennacraig. Um 18:00 geht es mit der Fähre los. 2 Stunden 15 Min später sind wir auf Islay - genauer in Port Ellen. Noch eine dreiviertel Stunde und wir sind endlich in Nerabus. Nach der Begrüsung und ein bisschen einsortieren sind wir dann doch alle redlich erschöpft.
Heute ist erstmal einräumen und einkaufen angesagt.
Nach einem ruhigen Frühstück geht es nach Bowmore -
sozusagen die Hauptstadt der Insel - zum Einkaufen. In Bowmore gibt
es einen großen Coop, etwa die größe eines
HLs oder Plus Marktes in Deutschland. Nur hier gibt es zu jedem
Zeitpunkt etwa so viele Angestellte wie Kunden im Laden. Das heißt
aber nicht, dass es wenige Kunden gibt...
Auf einer Farm zwischen Nerabus und Port Charlotte gibt es tatsächlich Alpakas. Diese werden zur Gewinnung von Wolle gehalten und sind eine Attraktion für die Kinder.
Am Nachmittag gibts Schauer und wir bleiben erst mal zu Hause. Der Blick aus dem Wohnzimmerfester ist sowieso ein gutes Programm. Es gibt gruene Wiesen, Schafe, den Blick über das Loch Indaal auf Oa (andere Seite der Insel).
Wir fahren zum Loch Gruinart, einem riesigen Vogelschutzgebiet auf der Insel. Es handelt sich quasi um einen Sund, der sich mit langen, breiten Sandstränden weit ins Inselinnere zeiht.
Wir fahren mit dem Auto an der Nordseite, soweit es geht, stellen den Wagen im Straßengraben ab und laufen einen Weg auf eine verlassene Farm zu. Unterwegs hören wir dann plötzlich lautes Heulen. Auf einer Sandbank im Wasser entdecken wir eine Horde Seehunde (bestimmt 50 Tiere).
Nach ca. 2 km geht es dann runder an den Strand. Diesen laufen wir noch ein Stückchen entlang und machen dann ein Mittagspicknick an ebenjenen. Nach einer ausgedehnten Mittagspause machen wir uns auf den Rückweg am Strand entlang. Die Kinder toben durch die Dünen und sammeln Muschelschalen.
Auf den letzen Metern sind dann auch die Seehunde noch mal ganz gut zu sehen.
Die Wetternachhersage: 18-20 Grad, trocken, wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten.
Heute ist es eher regnerisch. Wir nuzten den Tag als Ruhetag mit Lesen, Spielen und Computerarbeiten.
Heute ist Lenas Tag. Es soll zum Ponyreiten auf die Rockside Farm gehen. Das Wetter ist warm - 18 bis 20 Grad und sonnig (nur durch die obligatorischen kurzen Schauer unterbrochen).
Die Rockside Farm bietet neben (Pony-)reiten auch ein Distillery (gegründet 2005) nebst Distillery Shop und Farmladen sowie ein nettes Cafe. Nach Lenas Ausritt (ca. 15 min), der einen flotten Trab zum Abschluss enthielt (um einem der Schauer zu entkommen), lunchen wir gemühtlich im genannten Cafe.
Der Tag wird dann mit einer Strandpartie in der Machir Bay fortgesetzt. Heute ist es am Strand so warm, dass die Kinder in den kleinen "Pools", die sich bei Ebbe bilden baden können. Dies und das einfache herumflitzen am Strand macht beiden einen Riesenspaß.
Das Wetter ist heute zwar warm (18-20 Grad) aber durchaus durchwachsen, will heißen es gibt immer wieder Schauer.
Wir beschließen dennoch zum Strand aufzubrechen. Diesmal entscheiden
wir uns für die Lossit Bay. Hier ist ein kleiner Fußmarsch von den
Parkmöglichkeiten zum Strand gefordert. Also stellen wir das Auto im Feld ab
(hoffentlich komme ich da wieder raus...).
Der Marsch zum Strand geht über ein Kuhweide - ein matschige Kuhweide. Nicole und Oma hatten sich für Sandalen entschieden. Ein Fehler. Unter Fluchen stapfen sie quasi Barfuß durch Kuhmist und Schlamm.
Der Strand entschädigt dann allerdings für diese "Strapazen". Es handelt sich um eine sehr schöne (und einsamme) Bucht mit herrlichem Sandstrand.
Den Rückweg wählen wir dann etwas geschickter (d.h. weniger schlammig) über die nördliche Schaf- und Kanninchenweide.
Ach ja, das Auto haben wir auch wieder auf die Staße bekommen.
Der heutige Tag verheißt bei wechselner Bewölkung den einen oder anderen Schauer. Dennoch beschließen wir nach Port Ellen aufzubrechen, um den dortigen Leuchtturm auf dem einen oder anderen Foto festzuhalten. Die Kinder locken wir mit einem Strand mit dem klingenden Namen "The singing sands".
Der Leuchtturm mit seiner interessanten Architektur läßt sich
auf einer kleinen Steininsel komplet umrunden (ist ein bisserl Kletterei).
Leider ist das Licht für Fotos nicht ganz optimal.
Nach der ausführlichen Fotosession und eines Schauers nebst Regenbogen geht es dann schießlich weiter zum Stand.
Die "Singing Sands" sind in der Tat sehr schön und laden zu einem Picknick ein. Dieses wird durch einen Schauer mit anschließenden Regenbogen beendet. Daraufhin gehen wir zurück zu den Autos. Weiter Schauer und Regenbogen bewundern wir dann vom Wagen bzw. Haus aus.
Heute geht es nach Bunnahabhain, zu einer der sieben (oder mehr) aktiven Distillerien auf Islay.
Nach kurzer Besichtigung des Geländes der Distillery gehen wir den Steinstrand entlang. Hier gibt es für die Kinder viele Muscheln und Krebse zu entdecken.
Die wenigen Schauer heute verbringen wir alle unter dem Dach
des Distillery Car Parks (Parkplatzes). Nach einem solchen gehen
wir dann die Küste in die andere Richtung entlang. Hinter einer
Biegung liegt das Wrack eines alten Puffer Boats. Mit diesen
kleinen Dampfern wurden frührer die Inseln und die Küste
versorgt. Hierüber gibt es ein nettes Buch
und eine BBC Serie
(Sitcom) um den Charakter Para Handy.
Temperaturen sind heute zwischen 15 und 18 Grad.
Heute steht eine Wanderung ohne unsere Kinder an, die bleiben bei Oma und Opa. Nachdem wir gestern schon in Bunnahabhain waren suchen wir uns die Strecke Bunnahabhain zum Leuchtturm Rhuvaal aus. Hier soll es einen Pfad geben, wiewohl er in der Karte - in keiner Karte derer wir habhaft werden konntet - eingezeichnet ist. Abenteuer muss sein.
Wir starten bei schönen Wetter: nur leichte Bewölkung, gute Sicht, um die 18 Grad. Der Weg stellt sich als Quad-Spur heraus. Er ist streckenweise extrem matschig, was das Vorwärtskommen doch recht erschwert.
Dumm wenn man konditionell eher minderbemittelt ist.... Nach ca. 2 Stunden kommt dann endlich der Leuchtturm in Sicht. Nach kurzer Pause, die wir mit tausenden Midges teilen, entscheiden wir uns doch lieber umzudrehen und den schönen Strand Strand sein zu lassen. (Das wären noch mal 1,5 Meilen gewesen.)
Fazit: Anstrengende 4,5 Stunden Wanderung auf matschigen Wegen. Schöne Aussichten auf Jura. Die Mühen haben sich letztendlich gelohnt.
Am Morgen steht mal wieder ein Einkauf an. Wir schicken die Kinder mit Oma an den Strand - den sogenannten Telekom Strand, da er unterhalb einer BT Station liegt - und fahren nach Bowmore und Bridgeend zum Einkaufen und Tanken.
In Bridgeend gibt es neben einem kleinen Spar mit Tankstelle einen Freezershop mit allen möglichen Tiefkühlprodukten. Tanken ist - auch wenn es keiner glaubt - noch teurer als in Deutschland, der Liter Diesel kostet 1,07 Pfund, also ca. 1,50 Euro.
Gemüse und Salat gibt es hier im Community Garden, frisch und ökologisch angebaut. Das Ganze ist eine Initiative der Community mit und für Behinderte (übriges auch gefördert von der EU).
Gegen Mittag kommt leider Regen auf, so dass wir den Nachmittag mit Spielen, lesen und schreiben verbringen.
Nach einem sonnigen Morgen setzt dann doch wieder Regen ein. Dennoch beschließen wir in Richtung Ardbeg / Ardtalla aufzubrechen. Auf der Fahrt sieht es erst so aus als wurde die Welt untergehen. Sicht ca. 50m. Dann klart es aber mit jedem Kilometer - nee, hier heißt das ja Meile - weiter auf. In Port Ellen scheint dann bereits die Sonne.
Wir parken dann zwischen Ardbeg und Ardtalla und machen eine schöne kleine Wanderung zu einem Stein-/Sandstrand. Die Kinder haben hier wieder einen Riesenspaß.
Auf dem Rückweg wollen wir in Ardbeg einkehren. Leider
ist hier eine riesen Horde Touristen eingefallen, so dass es
im Distillery Cafe beim besten Willen keinen Platz gibt. Also
müssen wir unter Gemurre der Kinder (die sich auf das
Ardbeg'sche Monstereis gefreut hatten) weiter nach Port Ellen.
Hier gibt es dann im Cybercafe ein kleines Lunch, bevor es
dann zum Einkaufen und weiter nach Hause geht.
Insgesamt ein schöner, sonniger Tag mit tollen Temperaturen: bis zu 22 Grad.
Morgens ein bisschen Schauer und starke Bewölkung. Da am Nachmittag Kaffeegäste kommen, nutzen wir den Tag zum Aufräumen - und zum Lösen von Computerproblemen.
Nachmittags klärt es dann auf, und wir verbringen einen Kaffeeklatsch mit englischem Smalltalk.
Sonntag Vormittag. Nachdem sich vier kleine Kälber auf die
Schafsweide verirrt haben, gibt Lena keine Ruhe, bis Opa den
Bauer anruft und dieser die Tiere befreit und
zu ihren Müttern zurück treibt.
Da es Vormittags noch etwas trüb aussieht, beschließen wir eine Bastelstunde mit Knete einzulegen. Mama und die Kinder legen sich richtig ins Zeug.
Nach dem Lunch (zur großen Freude der Kinder Pfannkuchen mit selbstgemachtem Apfelmuss), geht es los zum Kulturprogramm. Zwei historische Stätten stehen heute auf dem Plan.
Als Zwischeneinlage gibt es noch stumperhafte Selbstverstümmelungs- bzw. Brandingversuche von Nicole.
Zuerst geht es nach Dun Nosebridge, ein altes Fort aus der
Eisenzeit, dessen genaue Datierung nicht feststeht. Das Fort
liegt an der Nebenstraße zwischen Bridgend und Ballygrand.
Auf dem (Fuß-)Weg dorthin gibt es erstmal wieder viele Brombeeren - ein Paradies für Malin. Nach ein bisschen Kletterei und einem Schauer stehen wir im Fort. Auch wenn nicht mehr viel übrig ist, ist die Lage und Konstruktion beeindruckend.
Nach einigen weiteren Schauern und Brombeeren geht es mit dem Auto weiter in Richtung Finlaggan auf der wunderschönen Straße. An der Straße gibt es Riesenschweine (mit eigenen Blechhütten). An der Farm dann ein Mutterschwein mit sieben Ferkeln. Und weiter vorbei an Hirschen und riesigen Bullen (nur schnell weiter).
Dann mal wieder in Finlaggan.
Die auf einer Insel in See gelegene Anlage war der Sitz der Kings bzw.
Lords of the Isles, die Herrscher der Westküste... (aber historisch
akurater gibt es das auf der Finlaggan Seite).
Der Platz ist wie immer sehr beeindruckend, insbesondere vor der Kulisse des ständig wechselnde Lichts durch die Bewölkung und den heute vorherschenden starken Wind.
Nachtrag: Trotz des starken Windes und einiger weniger Schauer war es ein Tag mit angenehmen Temperaturen (17-19 Grad).
Heute ist uns der Wettergott gnändig. Nach dem Frühstück geht es los. Für die Kinder mit Opa und Oma an den Strand von Kilchoman (Machir Bay), wir fahren dagegen nach Kilchiaran und parken an der dortigen Farm. Von hier aus führt einen kurzen Weg (ca. 3km) in die Machir Bay. Es geht vorbei an gaffenden Schafen den Berg hoch. Auf dem Berg zur Rechten gibt es verschiedene Überwachungsanlagen (sieht sehr militärisch aus, keine Ahnung ob das noch genutzt wird, sieht aber gepflegt aus).
Nach der Kuppe gibt es geniale Pannoramen auf den Stand der Machir Bay.
Unsere Kinder sieht man als kleine Püncktchen.
Nach einer langen Pause am Strand mit den Kindern und deren Großeltern, geht es wieder zurück über den Berg zu unserem Auto.
Im Anschluss fahren wir nich die Straße über Portnahaven, um noch einen Stone Circle zu suchen. Leider können wir jenen nicht so recht finden.
Den Nachmittag verbringen wir bei herrlichem Wetter und angenehmen Temperaturen um die 20 Grad auf der (neuangelegten) Terasse. Leider kränkelt Malin am Abend etwas (Durchfall und Bauchweh; vielleicht zu viele Brombeeren?).
Nach dem Königswetter gestern folgt die Strafe auf dem Fuß. Wie es hier so oft ist, folgt auf einen Sonnentag ein Regentag.
Malin kämpft nach wie vor mit dem Durchfall. Das hat uns diverse Unterbrechungen unseren Schönheitsschlafes beschert. Aufgrund der Wetterlage und Malins Zustand, machen wir heute eine Ruhetag und nutzen Ihn zum Einkaufen ohne Kinder (die bleiben bei der Oma).
Lena fällt am Nachmittag die Decke auf den Kopf. Dieses Kind braucht zuviel Bewegung. Ich gehe also noch mit Ihr raus in den Regen...
Gutes Wetter, schlechtes Wetter, gutes Wetter. Mal schaun, wie es weiter geht... Heute jedenfalls (bis auf ca. 3 Schauer) sonnig bis wechselnd bewölkt.
Am Morgen brechen wir recht spontan nach Caol Ila (eine Distillery natürlich) auf, da Opa dort eine Katze für die Whisky Watch fotografieren will.
Nach dem Besuch bei Sophie (der Katze) und deren 92 jähriger
Besitzerin, fahren wir weiter/zurück in Richtung "Wooden Mill".
Dies ist eine Weberei, wo unter anderen Stoffe mit den berühmten
schottischen Tartan Mustern gewebt werden. Hier kauft nicht nur die
Queen ein, sondern die Stoffe fanden auch bei Braveheart, Rob Roy und
dem Jacket von Forrest Gump Rollen. Der Besitzer zeigt uns herrliche
Bücher mit alten Stoffmuster der einzelnen Familien bzw. Clans.
Um die Wooden Mill machen wir noch einen netten Spaziergang durch den dortigen Wald.
Leider geht es Malin mit ihrem Durchfall immer noch nicht besser, so dass wir am Nachmittag zu Hause bleiben. Gegen vier kommt dann noch die Ärztin vorbei (sic!). Diese gibt für Malin erst mal Entwarnung. Später am Nachmittag machen wir noch einen kurzen Abstecher über die Kuhweide zum hiesigen (Stein-)Strand.
Ha! Die Reihe ist gebrochen. Wieder schönes Wetter. Und wie. Kaum eine Wolke am Himmel und nur ein Schauer...
Nachdem Malin immer noch nicht komplett wiederhergestellt ist, beschließen wir den geplanten Jura Trip zu verschieben. Statt dessen geht es am Vormittag nach Kilchomen. Dort haben wir Haggis gebucht. Nein nicht das Essen. Haggis ist das Schettlandpony, das Lena dort immer reitet. Auch heute hat sie wieder einen riesen Spaß.
Am Nachmittag ist dann wirklich der Sommer ausgebrochen. Herrlicher
Sonnenschein pur und angenehme 19 Grad. Das ist Strandwetter.
Nach der Mittagspause fahren wir zu einer kleinen Bucht in der Nähe von Portnahaven. Die Bucht hat einen super Blick auf den Leuchtturm auf Orsey (der Insel vor Portnahaven / Port Wemyss).
Am Abend erwischt es dann auch Nicole mit Durchfall. Mal sehn was daraus wird.
Wahnsinn. Unglaublich. Was für ein Wetter. Heute werden nicht Schauer sondern Wolken gezählt, Schönwetterwolken.
Nicole geht es wieder gut, war wohl eine Lebensmittelallergie (na ja, wer auch Muscheln ißt). Obwohl Malin leider immer noch nicht wieder voll auf dem Damm ist, beschließen wir, die Kinder an unserem heutigen Hochzeitstag bei Oma und Opa zurück zu lassen. Wir wollen zu zweit einen Trip auf die Nachbarinsel Jura machen.
Also zuerst nach Port Askaig. Von hier geht es mit einer kleine
Fähre über den "Sound of Islay". Auf Jura leben ca. 200 Menschen.
Es gibt genau eine Straße, genannt "the long read". Nach
kurzer Diskussion welche Strecke wir nun nehmen sollen, entscheiden wir uns
für die long road.
Erster Stop (abgesehen von einigen Fotopause) ist der Jura House Garden. Hier gibt es einen schönen Garten und darin einige nette Wanderwege. In unserem nicht mehr so ganz jugendlichen Leichtsinn entscheiden wir uns für den schwierigsten.
Diese Entscheidung beschert uns einen teilweise recht anstrengenden 2stündigen Marsch. Der Hinweg endet in einer Sackgasse (wie sich im Nachhinein herausstellt, an genau der richtigen Stelle), so dass wir uns zur Umkehr entscheiden (wie eingentlich auch gedacht).
Jedenfalls sind wir am Ende so erschöpft (und knapp an Zeit), dass wir den Rest des
Gartens nicht mehr besichtigen. Statt dessen geht es weiter nach Craighouse, den
Hauptortes der Insel. Neben der (obligatorischen) Distillery und einem Laden gibt es dort auch
ein Hotel. Dort nehmen wir auf der Hotel-"Terasse" das Lunch ein.
Die Terasse ist eine Wiese mit genialer Aussicht (hatte ich schon das super Wetter
erwähnt?).
Nach dem Essen erkunden wir noch ein wenig den Ort und fahren dann die Straße weiter durch einen urigen Wald und schöne Buchten. Der Blick läßt sogar einen Blick auf die Highlands zu. In Tabert müssen wir dann leider umgekehren, um die Fähre nach Islay zu bekommen.
Gegen halb sechs sind wir dann zurück in Nerabus. Ein toller Tag mit unglaublichem Wetter (habe ich das schon erwähnt?). Viele Wolken sind es nicht geworden.
Heute ist das Wetter richtiggehend schlecht. Es bläst eine steife Briese. Temperaturen liegen nur um die 18 Grad. Da aber dennoch die Sonne scheint (das ist der vierte schöne Tag hintereinader). Es ist eindeutig Strand Wetter. Wir entscheiden uns für Loch Gruinart (siehe auch 24. Aug).
Gegen 11 Uhr geht es los. Wir fahren wieder nach Killinallan und laufen von
da aus den Strand entlang. Es sind auch wieder Seals da, einer begleitet uns schwimmend.
Nach ca. 1,5 Stunden machen wir ein Picknick am weitläufigen Strand, den wir
für uns ganz alleine haben. Nach ist noch
Toben und Buddeln angesagt. Gegen halb drei machen wir uns auf den Rückweg, da wir
um vier zu Kaffee eingeladen sind.
Zum Kaffee gibt es dann englischen Smalltalk. Damit geht der Tag dann langsamm zu Ende. Durch Wind und Sonne sind wir alle recht Erschöpft.
Ein seltsammer Tag. Obwohl das Wetter nicht wirklich schlecht ist (sehr windig und bewölkt aber trocken und um die 18 Grad), kann sich keiner so recht aufraffen. Wir fangen halbherzig mit einigen Abreisevorbereitungen und saubermachen an. Irgendwie setzt der Abreise-Blues ein.
Am Nachmittag gibt es dann auch noch Stress mit der großen. Sie fühlt sich immer benachteiligt.... Außerdem setzt jetzt bei mit eine Übelkeit ein.
Am Abend machen wir dann wenigstens noch einen Spaziergang auf den hiesigen Friedhof mit einer Grabstätte aus dem 14 oder 15 Jahrhundert.
Ein denkwürdiges Datum. Fünfter Jahrestag der Attentate auf das World Trade Center. Heute ist auch unser letzter Tag auf Islay. Morgen steht die Abreise an. Standesgemäß setzt am Morgen Regen ein. Der Regen hält bis zum Abend an und ist teilweise recht stark.
Neben packen fahren wir nach Bowmore zum Inder, um dort ein gediegenes Mittagessen einzunehmen. Dannach kaufen wir unseren Reiseproviant ein und bringen die Kinder nebst Oma nach Port Ellen. Opa stößt nach seinem Frisörtermin dazu, um das Auto für Lucas (meinen Bruder) an der Fähre zu lassen. Opa und Oma fahren dann zusammen mit den Kindern im Bus zurück.
Morgen geht es dann ganz früh zur Fähre nach Port Askaig, wo wir um 6:15 Uhr sein müssen. Damit neigt sich ein wunderschöner Urlaub dem Ende...
Mitten in der Nacht (um 4:20 Uhr) stehen wir auf, um das Auto zu bepacken, ein kleines Frühstück einzunehmen und die Kinder fertig zu machen. Um 5:30 Uhr geht es dann los, da wir um 6:15 Uhr der Fähre in Port Askaig sein müssen.
Pünktlich um 7 Uhr legt die Fähre in Richtung Kennacraig ab, wo wir
2 Stunden und einen Delphin später eintreffen. Weiter geht es bei aufklarendem
Wetter via Loch Gilphead und Inverary in Richtung Loch Lomond. In Balloch legen wir
den üblichen Stop beim BigMac ein.
Dann weiter via Sterling (letztes Einkaufen) nach Rosyth, wo die große Fähre schon wartet. Auf die selbige kommen wir dann auch recht zügig. Die See sieht ruhig aus, was mich auf eine übelkeitsfreie Überfahrt hoffen läßt.
Um 17 Uhr legt die Superfast X dann ab. Schottland beschert uns zum Abschluss noch einen schönen Sonnenuntergang bei Angenehmen Außentemperaturen um die 24 Grad.
Herrliches Wetter - wenn auch sehr diesig und etwas heiß - am Morgen. Da die See tatsächlich quasi eben war, machen wir ausführlich Gebrauch vom Frühstücksbuffet. Die Fähre läuft dann pünklich um 12 Uhr in Zeebruegge ein. Um viertel nach zwölf haben wir dann wieder kontinentaleuropäischen unter den Füßen - ähm Rädern. Und es darf wieder rechts gefahren werden.
Nach kurzem Tankstop an der belgischen Grenze und einem (späten) Mittagessen in Aachen kommen wir gegen halb acht zu Hause an. Redlich geschafft von der Hitze und der langen Fahrt. Jetzt folgt das Auspacken und Einleben...
Ein schöner Urlaub ist zu Ende. Eines wissen wir aber ganz genau: Islay wird uns wieder sehen...